Terra Robinia

Der Weg und die Umsetzung

Viele Menschen spüren, dass einiges aus den Fugen geraten ist und dass Handlungsbedarf besteht. Sie möchten raus aus dem Arbeit-Konsum-Kreislauf, mehr mit der Natur leben, tragen vielleicht die Idee eines Familienlandsitzes im Herzen, aber wissen nicht, wie und wo sie beginnen sollen. 

 

Jeder ist ein anderer Typ und es gibt viele Möglichkeiten zur Umsetzung, das hängt natürlich auch von den eigenen Ansprüchen ab. Ihr könnt es schrittweise umsetzen, in dem ihr noch hin und her pendelt, ein Stück Land sucht und sofort eine Jurte dort aufstellt oder ein Lehmhaus baut, im Wohnwagen, im Bauwagen anfangt oder auch erstmal für den Winter im Dorf wohnt. Es kommen oft die gleichen Fragen, seid ihr komplette Selbstversorger, ihr braucht doch noch Geld zum Leben und was ist mit der Krankenversicherung etc.. Wir versuchen in allen Belangen in die Eigenverantwortung zu gehen und das betrifft natürlich auch unsere Gesundheit. Für den Notfall gibt es in Ungarn aber eine sehr günstige Krankenversicherung. 

 

Vollkommen autark ohne Geld?

Wir benötigen noch alle Geld, unser Auto braucht noch Benzin etc..., aber das Obst, Gemüse und die Wildkräuter ernähren uns schon prächtig. Wir trocknen einiges im Solar-Dörrofen für den Winter, machen ein und lagern das Gemüse. Allerdings macht die Natur und so manche Tiere auch den einen oder anderen erhofften Ertrag leider zunichte. Auch der Boden im Garten benötigt erstmal viel Zuwendung, um wieder zu fruchtbarer Erde zu werden.
Den Lebensunterhalt bezieht jeder aus einer anderen Quelle. Manche sparen erst eine Weile, einige gehen immer wieder für einige Zeit in ihr Herkunftsland zum Geld verdienen, andere geben Kurse auf ihrem ha, arbeiten am Markt oder leben von dem, was ihnen die Natur schenkt. Das Leben ist nicht einfacher, jedoch selbstbestimmter, freier und bewusster geworden. Du brauchst aber auf jeden Fall ein gewisses Startkapital.

 

Zeit im Wandel

Wir befinden uns im Übergang. Da wir hier nicht von vielen Dingen abgelenkt werden – und das besonders in dieser Zeit – kommen wieder viele vergangene, längst vergessene Geschichten, Schmerzen und Verletzungen hoch. Es ist ein Spagat zwischen der "spirituellen" und der "realen" Welt. Wir möchten uns öffnen, feinfühliger für die Natur und die Tiere, die zwischenmenschlichen Belange werden, aber es gibt natürlich auch noch die "alten" Aspekte. Es ist wunderschön, aber es rumpelt auch manchmal kräftig. Die entscheidende Frage ist ja, verharre ich in den alten Mustern oder bin ich bereit, nach vorne zu gehen, mich zu öffnen und loszulassen. 

 

Unser Weg als konkretes Beispiel

Begonnen haben wir zuerst im Winter 2013 mit einem Wohnwagen. In Deutschland haben wir dann einen Bauwagen ausgebaut, den wir im Frühling nach Ungarn gebracht haben. 2014 hat Raimund hier ein halbes Jahr und ich drei Monate gelebt und erstmal die nötige Infrastruktur aufgebaut wie z.B. Kompostklo, Dusche, Sommerküche und Beete anlegen. Da meine jüngere Tochter noch zu Hause gewohnt hat war ich zeitlich eingeschränkt.
Ab Oktober 2014 waren wir wieder in Deutschland und haben in dieser Zeit alles aufgelöst, das Büro, die Wohnung, die Versicherungen etc.. Im Winter waren wir leider nur für 10 Tage auf unserem ha, aber seit April 2015 leben wir nun ganz in Ungarn.
Da das Stück Land immer noch nicht im Grundbuch eingetragen ist, warten wir mit dem Hausbau und überwintern einige Monate im Dorf. Unsere "alte" Arbeit, die wir auch teilweise von hier ausüben können, trägt noch zu unserem Lebensunterhalt bei, bis wir eine neue Lösung vor Ort realisiert haben. 

 

Familienlandsitz

Weil wir nicht einfach aussteigen wollten, sondern die Idee der Familienlandsitzsiedlung leben und weitertragen möchten, haben wir mit einigen Familienlandsitzern zusammen den Verein terra animam gegründet. Es gibt hier Freude, Zuspruch und Begeisterung, aber auch Kritiker und Zweifler, was bei neuen Ideen und Lebensformen ja nicht verwundert. Es braucht Ausdauer und Mut. Wenn du mehr Interesse hast schau doch mal rein. www.terra-animam.eu   

 

Wir wünschen dir Vertrauen und Zuversicht, um deinen ganz eigenen Weg zu gehen.   

 

Es gibt keine Sicherheit,
aber wir haben Angst sie zu verlieren

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